Warum Testamente wichtig sind

Tabu oder notwendige Vermögensvorsorge

Testamente fehlen oder sind fehlerhaft

Seit Jahren werden in Deutschland jährlich Privatvermögen in Billionenhöhe vererbt. Diese Umschichtung von Vermögen wird in den nächsten Jahren noch zunehmen.

Um so erstaunlicher ist es, dass allenfalls etwa 20-30 % der Deutschen Regelungen für den Todesfall getroffen haben, also ein eigentlich erstaunlich kleiner Teil der Bevölkerung (Emnid-Umfrage 2007).

Noch erschreckender ist dann allerdings die Feststellung von STIFTUNG WARENTEST, dass von den privatschriftlichen letztwilligen Verfügungen 80-90 % (!) fehlerhaft sind, weil sie z.B. formungültig errichtet, gesetzlich zwingende Regeln nicht berücksichtigen oder auf Grund laienhafter Formulierungen einfach nicht den Zweck erreichen, den der Erblasser im Sinn hatte.

Die Ursache hierfür ist, dass die meisten es vermeiden, sich mit dem Thema "Nachlass" angemessen zu beschäftigen, denn zwangsläufig tritt dann Erkenntnis auf, dass das eigenen Leben endlich ist. Dies wird aber gern verdrängt und jede notwendige Initiative auf irgendwann "später" verschoben.

Beratungsbedarf wird unterschätzt

Darüber hinaus wird der erforderliche Beratungsbedarf unterschätzt oder die geltenden Gesetze für ausreichend erachtet. Dies ist häufig ein für die nächsten Angehörigen verheerender Irrtum:

  • Nicht selten hat eine fehlerhafte Nachlassplanung und der daraus entstehende Streit Familien über Generationen zerbrochen.
  • Die Kosten für die entstehenden Streitigkeiten vernichten große Teile der vom Erblasser geschaffenen Werte.
  • Dem Staat werden ohne Not Erbschaftssteuern "geschenkt"
  • Übersehene Ansprüche ( z.B. Pflichtteil ) führen zu Liquiditätsproblemen der nächsten Angehörigen

Ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Thema "Erben" erfordert daher zwingend eine rechtzeitige und umsichtige Vorsorge zum Wohle der nächsten Generationen. Wer heute ein Testament macht, muss nicht morgen sterben!

Regelmäßige Überprüfung der Testamente erforderlich


Eine Überprüfung des einmal niedergelegten "letzten Willens" sollte in regelmäßigen Abständen erfolgen, um das Testament gegebenenfalls veränderten Vermögensverhältnissen oder Lebensverhältnissen anzupassen.

Rechtsanwalt Konrad hat mit weiteren Erbrechtsexperten das Netzwerk Deutscher Erbrechtsexperten e.V. und das Netzwerk Deutscher Testamentsvollstrecker e.V. jeweils mit Sitz in Berlin gegründet.

Durch die enge kollegiale Zusammenarbeit und Vernetzung steht den Mandanten der einzelnen Berater letztlich die Kompetenz eines ganzen Teams zur Verfügung.

Sie finden eine Vielzahl weiterer Informationen unter:
www.ndeex.de und 
www.ndtv.info

Es ist nie zu früh für eine Nachlassplanung, aber häufig zu spät.

Topaktuell

Fachanwalt für Erbrecht Stephan Konrad im SWR

Eintrag vom: 02.10.2017
Am 29.09.2017 war Fachanwalt für Erbrecht Stehan Konrad Gast Im SWR "Nachtcafè" zum Thema "Pulverfass Erbe". Folgen Sie dem Link zur SWR-Mediathek. → mehr