Gemeinsam erben als Erbengemeinschaft

Häufig entstehen nach einem Erbfall Erbengemeinschaften, d.h. mehrere werden gemeinsam als Erben zu gleichen oder unterschiedlichen Teilen berufen. Dies führt häufig zu Streitigkeiten, da eine Erbengemeinschaft eine Zwangsgemeinschaft ist und man sich in der Regel seine Miterben nicht ausgesucht hat, und häufig bei allen Miterben unterschiedlichste Interessenlagen vorgegeben sind. 

Die Erbengemeinschaft hat zur Folge, dass jedem der Miterben ein entsprechend seiner Erbquote zu bemessender Anteil am gesamten Nachlass zusteht. 

Die Erben müssen zunächst den Nachlass gemeinschaftlich verwalten und können nur gemeinschaftlich über den Nachlass verfügen. 

Dieser Zwang zu gemeinschaftlichem Handeln birgt ein ungeheueres Streitpotential. 

Erst nach erfolgter Auseinandersetzung und Teilung des Nachlasses kann der Miterbe über seinen Anteil am Nachlass verfügen. 

Die Auflösung und Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft kann mit Zustimmung aller Erben gemeinsam erfolgen oder aber auch von jedem einzelnen gerichtlich erzwungen werden, es sei denn, der Erblasser hat wirksam eine Auseinandersetzung ausgeschlossen. 

Bei gerichtlich erzwungener Auseinandersetzung des Nachlasses muss zunächst einmal die sogen Teilungsreife desselben herbeigeführt werden. 

Da der Gesetzgeber davon ausgegangen ist, dass letztlich nur Geld ordnungsgemäß aufgeteilt werden kann, so müssen, wenn keine Einigung erzielt werden kann, alle Nachlassgegenstände durch Teilungsversteigerung bzw. Pfandverkauf verwerten werden. 

Erst der Erlös kann dann verteilt werden.

Topaktuell

Anwaltliche Beratung in Zeiten des Coronavirus

Eintrag vom: 17.03.2020
„Um die Dynamik zu verlangsamen, müssen wir die Möglichkeiten des Virus, sich im alltäglichen Kontakt der Menschen miteinander auszubreiten, verringern. Und dazu brauchen wir jeden einzelnen Bürger, der bereit ist, seinen Alltag anzupassen“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am 9. März 2020 in der Bundespressekonferenz zur aktuellen Lage des Coronavirus. Um dieser Anregung zu folgen, werde ich ab sofort Beratungsgespräche nur noch per Telefon führen. Hierdurch möchte auch ich einen kleinen Beitrag leisten, um die Ausbreitung des Virus in Deutschland zu verlangsamen. Meine Mandanten sollen vor unnötigen Risiken geschützt werden.   → mehr


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